Super-GAU in Japan und Zusammenbruch der Energie-Aktien
Wie kluge Energieriesen jetzt Marktanteile gewinnen.
Das Zusammentreffen von drei Katastrophen löst unermessliches menschliches Leid aus – verbunden mit Unsicherheit und Urangst. Unsicherheit und Urangst sind Zyankali für die Börsen dieser Welt. Wertverluste werden sich im Energiesektor kumulieren (eng verschlungen mit steigenden Ölpreisen). Die Investitionsprogramme und die meisten der Zukunftsszenarien sind reif für den Shredder.
So seltsam es tönt, ich kann mir ohne weiteres ein Energie-Eliteunternehmen vorstellen, das in diesen Zeiten Marktanteile gewinnt. Dazu braucht es einige Voraussetzungen: Einen visionär denkenden Chef ... und die Fähigkeit, sich von Denkschematas freizustrampeln.
Wie müsste die Vision aussehen? Grosses ist (vordergründig) einfach. Das Gedankenmodell muss kluge, grenzensprengende Antworten auf Urängste geben. Urängste orientieren sich nicht an der konkreten Faktenlage:
Der Gap zwischen der Energieversorgung heute und der Energieversorgung, wenn alternative Technologien genügend effizient sind, ist bei steigendem Konsum das (allen bekannte) grundsätzliche Problem – das durch AKWs gelöst werden könnte. Was aber gesellschaftspolitisch nach Fukushima nicht mehr möglich sein wird. Lösungsansätze wird die Politik erarbeiten müssen.
Urängste sind bestimmt von Angst um Leib und Leben und wirtschaftliche Zukunft. Urängste fiebern einer Antwort entgegen. Wer genial an diesen Soft Factors baut, gewinnt Gross- und Kleinkunden, Politik und Medien. Ich beobachte seit 40 Jahren den Energiesektor. Alle schnüren seit langem ihr Röcklein der Nachhaltigkeit, nicht eines wird unter dem Eindruck von Fukushima die Blössen verdecken, es sind des Kaisers Kleider.
Was es braucht, ist mehr Genialität. So einfach und so schwierig ist das.


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