Angry Birds als Lehrmeister professioneller Kommunikation
Es ist faszinierend, was Werbung/Kommunikation von wütenden Vögeln und räuberischen Schweinen lernen kann. Es ist schon so, die Welt dreht sich um die Steinschleuder.
Das Online-Spiel Angry Birds wurde vom finnischen Studio Rovio entwickelt. In den Cyberspace gestartet sind die wütenden Vögel im Dezember 2009. Bis Ende 2010 wurde Angry Birds 10 Millionen Mal in ganz unterschiedliche Kulturräume verkauft. Unabhängig von Ausbildung, Kultur und Sprache fasziniert es, von räuberischen Schweinen die gestohlenen Vogeleier unter Einsatz einer Steinschleuder zurückzuholen.
Wer immer in der Kommunikation tätig ist, kann davon einiges lernen. Das Spiel ist so angelegt, dass es keine Mythen, Vorurteile oder gesellschaftlichen Regeln verletzt. Es ist selbsterklärend-sprachunabhängig, der Schwierigkeitsgrad verändert sich, wirkt aber nie frustrierend, es stellt leichte Ansprüche an logisches Denken und – besonders wichtig – es weckt auch im sauertöpfischsten Menschen den Schmunzeleffekt ... ausserdem, am Schluss siegt das Gute. Vogeleier gehören nun einmal den Vögeln und sollten nicht vor die Schweine geworfen werden...
Was lässt sich in Sachen Werbung/Kommunikation davon ableiten? Wer verkauft, erzählt Storys. Möglichst leichtfüssig und wenn möglich mit Schmunzeleffekt. Wie das genau gemeint ist? Spielen Sie Angry Birds (auf iPhone, iPad oder Android). Verinnerlichen Sie sich die Story und fragen sich, was verkauft die Story? Sie verkauft eine Moral, «Eier stehlen lohnt sich nicht». Davon abgesehen, wie lautet die Verkaufsstory? Wenn dir jemand deine Eier klaut, kauf dir eine Steinschleuder.



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